Ich habe dieses Buch auch geschrieben, weil ich Leserinnen Mut machen möchte, sich nicht vom eigenen Weg abbringen zu lassen. 

Alicia Sommer 

Alicia Sommer über "My Idea of No. 14"

Im Interview mit Raphael Richter

»Ich habe dieses Buch auch deswegen geschrieben, weil ich den Leser:innen damit Mut machen möchte, sich nicht vom eigenen Weg abbringen zu lassen und auch scheinbar unerreichbare Träume gegen alle Widrigkeiten, gegen alle Zweifel und Zweifler, zu verfolgen.«

Alicia Sommer über »My Idea of No. 14«: Eine Geschichte über große Träume, unterschätztes Talent und eine Verbindung, die weder Spielregeln noch Pläne kennt.

American Football ist in deinem Roman nicht nur Kulisse, sondern ein zentrales Element der Geschichte. Was hat dich dazu inspiriert, diesen Sport als Hintergrund für Leahs und Sams Geschichte zu wählen?

2019 hatte ich das große Glück, zusammen mit meinem Mann einige Monate in Kalifornien leben und arbeiten zu können. Sportbegeistert war ich schon immer, doch als mein Mann damit anfing, American Football zu schauen, konnte ich damit ehrlicherweise erst einmal überhaupt nichts anfangen. Aber dann habe ich mich darauf eingelassen, er hat mir die Regeln erklärt und je mehr ich verstanden habe, desto faszinierender fand ich es – und auf einmal war ich Feuer und Flamme. Ich liebe die Action und die Dramatik dieses Sports, wie manchmal Sekunden und Millimeter über Sieg und Niederlage entscheiden, mit wie viel Leidenschaft die Footballer und Fans dabei sind – da dachte ich mir: Wenn man dort eine emotionale und dramatische Liebesgeschichte spielen lässt, kann es nur spannend werden.

Leah und Sam stehen beide vor großen Herausforderungen auf ihrem Weg in diesem Sport. Wie hast du dich darauf vorbereitet, ihre Entwicklungen authentisch darzustellen? Gab es bei der Recherche eine besondere Erkenntnis oder ein Erlebnis, das dich inspiriert hat?

Grundsätzlich konnte ich mich mit den beiden Charakteren von Anfang an stark identifizieren, weil ich mit ihnen die Gemeinsamkeit habe, ebenfalls einen riesigen Traum zu verfolgen: Als Autorin vom Schreiben leben zu können. Um die beiden noch besser verstehen zu können, habe ich viele NFL-Spiele und -Dokus geschaut, aber auch Bücher und Interviews gelesen. Besonders inspirierend war für mich dabei, das SoFi Stadium in Inglewood als Fan – und später bei einer Stadiontour – zu besuchen, in dem auch meine L.A. Vipers spielen. Ich war schon in vielen Sportarenen dieser Welt, aber keine hat mich so sehr beeindruckt wie dieses hochmoderne Stadion mit seinem riesigen, umlaufenden Bildschirm, der einmal als das „Achte Weltwunder“ bezeichnet wurde. Das alles hat mich enorm beeindruckt und beim Schreiben mein Kopfkino beflügelt.

Die Football-Szenen sind dynamisch, detailreich und emotional packend. Wie hast du sie so gestaltet, dass sie sowohl für Football-Fans als auch für Leser:innen ohne Vorkenntnisse zugänglich und mitreißend sind?

Für mich war wichtig, die Szenen so zu schreiben, dass alles, was darin passiert, handlungsrelevant ist. Ich habe mich immer auf die Emotionen meiner Figuren konzentriert, auf ihre Träume, Ängste und Herausforderungen. Was macht es mit Leah, wenn sie Sam einen Hinweis gibt, der auch noch funktioniert, aber niemand ihr dafür Anerkennung gibt? Was macht es mit Sam, zu wissen, dass sich sein Team plötzlich auf ihn verlässt, obwohl er noch nie auf einer solch großen „Bühne“ wie einem NFL-Stadion stand? Was macht es mit den beiden, dass sie sich ständig so nah sind, sich aber eigentlich voneinander fernhalten müssen, gerade im Stadion? Diese Fragen haben mich umgetrieben und für mich beim Schreiben automatisch eine besondere Spannung in die Szenen gebracht. American Football ist aber ja ein wirklich komplexer Sport mit sehr vielen komplizierten Regeln. Um es auch Leserinnen zugänglich zu machen, die damit nicht vertraut sind, habe ich mich auf die Grundregeln beschränkt – und, da geht es, ganz heruntergebrochen, letztlich auch „nur“ darum, den Ball im besten Fall in die Endzone zu bringen, also den Touchdown zu erzielen.

Leah will erster weiblicher Head Coach der NFL werden. Warum war es dir wichtig, eine Protagonistin zu schaffen, die sich in dieser herausfordernden männerdominierten Umgebung behaupten muss?

In meinen Geschichten ist es mir immer wichtig, dass beide Hauptcharaktere starke Charaktere sind und ihre eigenen Wünsche und Ziele verfolgen. Sam hatte ich als Erstes im Kopf, und dann habe ich mich gefragt, welchen Traum ein weiblicher Charakter in einem NFL-Verein verfolgen könnte. Da hatte ich dann sehr schnell Leah vor Augen, eine junge, toughe Frau, die – ähnlich wie Sam – stets unterschätzt wurde, die sein Talent aber als eine der Ersten entdeckt. Da sie sich als angehender Coach jedoch auf keinen Fall auf einen Spieler einlassen sollte bzw. darf, konnte ich mit dieser Konstellation einen Strong Female Character mit einer knisternden Forbidden-Love-Story verbinden.

Angenommen, du wärst Teil eines Teams – auf welcher Position würdest du spielen und warum?

Ich liebe diese Frage! Obwohl die Position des Quarterbacks sicherlich die spannendste – dafür aber auch schwierigste – ist, würde ich mich vermutlich eher auf der Position eines Receivers sehen, also eines Spielers, der die Bälle fängt. Denn ich kann leider überhaupt nicht werfen (eine entscheidende Fähigkeit eines Quarterbacks). Mich würden insbesondere die Touchdown-Sprints reizen – wenn der Quarterback den perfekten Ball geworfen hat, niemand mehr zwischen dir und der Endzone steht, du den Ball fängst und über die Linie läufst … das stelle ich mir als richtigen Rausch vor. Aber wenn ich so sehe, welche teils regelrecht unfangbaren Bälle die Top-Receiver der NFL aus der Luft fischen, dann traue ich mir das ehrlich gesagt genau so wenig zu. Ich glaube, ich gucke lieber weiter die Matches und schreibe die passenden Liebesgeschichten dazu.

Deine Geschichte dreht sich um Erwartungen, Selbstzweifel und die Suche nach dem eigenen Platz – sowohl im Sport als auch im Leben. Welche Botschaft oder welches Gefühl möchtest du, dass Leser:innen nach dem Lesen mitnehmen?

Neben der Liebesgeschichte ist genau das für mich das Entscheidende an diesem Roman: die Themen Persönlichkeitsentwicklung und Selbstfindung im Angesicht von großen Träumen. Ich habe dieses Buch auch deswegen geschrieben, weil ich den Leserinnen damit Mut machen möchte, sich nicht vom eigenen Weg abbringen zu lassen und auch scheinbar unerreichbare Träume gegen alle Widrigkeiten, gegen alle Zweifel und Zweifler, zu verfolgen.

"Jetzt wird's sporty"

Zu Gast im LYX-Podcaste erzählt Alicia Sommer im Interview von ihrer Leidenschaft für American Football und wie sie diese in ihre Sports-Romance-Trilogie ausleben konnte.

Interview zu "Chasing Snowflakes"

Im Interview mit Jana von Pattloch am Rande der Frankfurter Buchmesse 2024

Hallo Marilena, dein Titel "Chasing Snowflakes" ist ja ein wunderschönes Buch. Worum geht es denn darin?

Hallo Jana! In “Chasing Snowflakes” geht es um Ria, die in einem Kaufhaus arbeitet. Und man kann- untertreibend sagen, dass sie nicht der größte Weihnachtsfan ist, weil es sie an eine sehr schlimme Zeit in ihrem Leben erinnert. Aber in diesem Jahr kommt es noch schlimmer: Sie muss mit dem Wohlfühlblogger und Weihnachtsromantiker, ihrem Kollegen Noah, eine Social Media Challenge bestreiten, um frischen Wind in das Kaufhaus zu bringen. In dieser Situation muss sie sich zurechtfinden und es kommt zu allerlei Grumpy x Sunshine-Begegnungen, Hürden und Herausforderungen, die sie meistern muss.

Bist du denn selber ein Weihnachtsmuffel oder fühlst du dich sehr wohl in der Weihnachtszeit?

Ehrlicherweise war ich mir nicht ganz sicher, ob ich die beste Person bin, um einen romantischen Adventskalender zu schreiben, weil ich immer dachte, ich bin eigentlich nicht so die “Weihnachtsromantikerin.” Da ich mich dann aber in Ria sehr wiedererkannte, hatte ich richtig Lust, diese Gegensätze zu schreiben. Aber beim Schreiben habe ich dann gemerkt: “Ahh, ja doch, so ein bisschen Weihnachtsromantikerin steckt auch in mir.” Ich verbinde, glaube ich, beide Pole von den beiden miteinander in einer Person, also sowohl als auch.

Bei “Chasing Snowflakes” handelt es sich um eine Workplace-Romance. Ist das auch ein Genre, was du selbst liest oder wie kamst du dazu? 

Ja, gute Frage - ich lese grundsätzlich fast alles im Romance Genre, auch Workplace-Romance. Sowas wie “The Hating Game” und so feiere ich sehr. Aber hier kam es tatsächlich auch mit der Idee, dieser, ich sag mal, forced proximity-Situation, eine gemeinsame Challenge. Das Kaufhaus war da als ein eher cozy Setting, was direkt Wohlfühl-Vibes auslöst. Deswegen sehe ich es eher noch als eine Feelgood-Romance, als eine Workplace-Romance, auch wenn es sicherlich ein Mix daraus ist.

Bei Pattloch geht es um ein bisschen mehr als die reine Romance-Story. Welche Zusätze erwarten Leser*innen denn in deinem Titel?

Ja, also erstmal glaube ich, dass man sagen kann, dass dieses Buch wunderschön gestaltet ist, das ist ja schonmal etwas Besonderes. Aber auch innen befinden sich DIY-und Rezept-Ideen, die man nachmachen kann. Grundsätzlich begleitet man die Protagonisten bei ihrer Social-Media-Challenge und kann es immer ein bisschen miterleben durch die Mitmachideen, die in dem Buch eingebaut sind.

«No creo que los robots sean capaces de amar»

Im Interview mit Sara Niño von InMagazine

El amor es un proceso complicado llegó a las librerías hace unas semanas, para sumergirnos en el mundo de la Inteligencia Artificial (IA) aplicada a las relaciones humanas. Ahora, su autora, Marilena Sommer, nos explica qué opina sobre si esta tecnología podría sustituir las actividades cotidianas que lleva a cabo el ser humano. Y algo más controvertido: si podría surgir el amor entre robots. ¿Nuevos proyectos literarios? Uno de corte romántico del que aún no puede dar muchos detalles.

IM: ¿Cómo surgió la idea central de la novela El amor es un proceso complicado? ¿Le llevó mucho tiempo o tuvo claras las ideas rápidamente?

Marilena Sommer: La idea central de la novela me vino de repente, así, como una inspiración. Construir la novela en torno a ella me llevó unos cuantos años, pero eso se debe probablemente a que era la primera que escribía. El punto de partida para escribir este libro fue también lo que más tarde se convirtió en uno de los mayores giros argumentales que la mayoría de los lectores no esperarían en una comedia romántica STEM. Pero no lo desvelaré para no hacer spoiler

IM: ¿Piensa que el amor es un proceso complicado? En ese caso, ¿qué es lo más complicado de una relación de pareja?

Marilena Sommer: No creo que el amor sea en realidad un proceso tan complicado. Al fin y al cabo, es lo que todos esperamos encontrar. Pero, sin duda, puede tener fases complicadas, sobre todo en las relaciones duraderas. En el caso de la protagonista femenina de mi novela, Charlie, la pregunta que se plantea es si la felicidad está en otro lugar. Para mí, creo que una de las cosas más difíciles es ser compasivo y comprensivo con una pareja a largo plazo. Por otro lado, también creo que es la clave de una relación feliz y duradera. 

Los asistentes virtuales, cada vez más empoderados

IM: Los robots (Inteligencia Artificial) juegan un papel destacado en la historia de esta novela. Usted, como divulgadora científica, ¿qué nos puede decir sobre la inmersión de esta tecnología en materia de sentimientos?

Marilena Sommer (M. S.): En El amor es un proceso complicado, Charlie programa a una asistente virtual «empoderada» llamada Emily, que parece tener una mente propia y, por tanto, también sentimientos propios. Lo que ya estamos viendo en el mundo actual es que los robots se utilizan en el sector sanitario y que pueden tener efectos positivos en las personas. Un ejemplo es PARO, un robot que presenta la forma de una foca de peluche y que tiene fines terapéuticos. Veremos más ejemplos como este en el futuro, aunque el nivel de aceptación de estas tecnologías seguro que variará.

IM: ¿Cree que, en un futuro, surgirá el amor entre robots? ¿O que, incluso, estos podrían sustituir a los seres humanos?

M. S.: Me parece una pregunta fascinante. En cualquier caso, lo que ya conocemos son robots que interactúan entre sí. Y, aunque hoy en día casi nada parece imposible, no creo que los robots sean capaces de amar.

La cuestión de si puede haber relaciones románticas entre humanos y robots es objeto de debate en novelas y películas desde hace mucho tiempo. Basta pensar en el clásico de ciencia ficción Her (2013). Sin embargo, no creo que los humanos lleguen a ser sustituidos, ni siquiera en un futuro lejano. Los sistemas de IA suelen entrenarse únicamente para subáreas específicas. El sistema que derrote al actual campeón mundial de ajedrez humano seguramente no será capaz de vaciar un lavavajillas, así que estamos muy lejos de una «IA fuerte» buena en muchas cosas a la vez, y mucho menos en todo.

Quizá soy demasiado optimista, pero sigo creyendo que lo que los humanos somos capaces de hacer, especialmente habilidades como la empatía, nunca podrá trasladarse por completo a una tecnología.

¿Una película basada en El amor es un proceso complicado?

IM: ¿Cuáles son los próximos avances en IA que se avecinan?

M. S.: ¿Asistentes de voz empoderadas? No, bromas aparte (lo siento, Emily); en la actualidad se está avanzando mucho en todo tipo de áreas en lo que respecta a la IA. Es muy probable que veamos grandes avances en IA Generativa y Grandes Modelos de Lenguaje (por ejemplo, ChatGPT), en sanidad y en tecnologías autónomas.

Aunque hay algunos avances y tendencias dignos de crítica, sigo confiando en que las tecnologías de IA puedan ayudarnos también a encontrar soluciones innovadoras para afrontar los mayores retos de la actualidad. Y, personalmente, también apuesto por la conducción autónoma, porque soy una conductora terrible.

Un proyecto en vuelo del que próximamente sabremos más

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.